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Warum Google Ihre Produkte ablehnt und wie Sie jede Beanstandung beheben

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Geprüft vom GB-Design Redaktionsteam

Nichts ist frustrierender als ein voller Shop, dessen Produkte bei Google Shopping nicht erscheinen. Im Google Merchant Center stehen die Artikel dann auf „abgelehnt“ oder „beanstandet“, und mit jedem abgelehnten Produkt verlieren Sie sichtbaren Umsatz. Die gute Nachricht: Die Gründe sind fast immer dieselben, und fast alle sind ein Datenproblem, kein Produktproblem.

Unsere Haltung dazu ist eindeutig: Wir bauen Ihnen keinen weiteren Feed. Wir bringen Ihre Ablehnungen auf null. Der Unterschied ist wichtig: Die meisten Feed-Apps erzeugen einfach eine neue Datei und hoffen, dass Google sie akzeptiert. Wir schauen, warum Google die vorhandenen Produkte ablehnt, und beheben genau das.

Erst verstehen: Crawl-Daten vs. Feed-Daten

Der wichtigste Aha-Moment: Google kennt Ihr Produkt aus zwei Quellen, und die widersprechen sich oft. Einmal aus dem Feed (die strukturierte Datei, die Ihr Shop oder eine App an das Merchant Center schickt) und einmal aus dem Crawl (Google besucht Ihre echte Produktseite und liest sie aus). Steht ein Wert im Shop, aber nicht an der Stelle, die die Feed-Quelle ausliest, fehlt er im Merchant Center, obwohl er im Backend „da ist“. Genau dieser Riss zwischen Crawl und Feed erklärt die meisten Beanstandungen.

1. „Zielseite nicht erreichbar“ / „Produktseite nicht erreichbar“

Der häufigste und teuerste Fehler. Ein Produkt liegt im Google-Vertriebskanal, ist aber im Online-Shop nicht veröffentlicht, sei es als Entwurf, ausgeblendet oder nur für andere Kanäle freigegeben. Ergebnis: Die Landingpage, die Google im Feed steht, liefert einen 404. Google kann die versprochene Seite nicht erreichen und lehnt ab.

Die Lösung: Entweder das Produkt im Vertriebskanal „Online-Shop“ veröffentlichen, damit die Seite existiert, oder das Produkt aus dem Feed entfernen, wenn es bewusst nicht verkauft werden soll. Ein Produkt darf nie im Google-Feed stehen, ohne eine erreichbare Seite im Online-Shop zu haben. Prüfen Sie besonders alte Entwürfe und ausverkaufte Artikel, die versehentlich im Kanal hängen geblieben sind.

2. Fehlendes „shipping_weight“ (Versandgewicht)

Ein klassisches Crawl-vs-Feed-Problem: Das Gewicht ist im Shop hinterlegt (an der Variante), aber die Quelle, die den Feed speist, liest es nicht aus: Sie crawlt die Storefront, und dort steht das Gewicht nirgends sichtbar. Google verlangt es aber, um Versandkosten zu berechnen, und beanstandet die fehlende Angabe.

Die Lösung: Das Katalog-Gewicht sauber ins Feed-Attribut `shipping_weight` mappen, oder im Merchant Center feste Versandeinstellungen hinterlegen, sodass Google das Gewicht nicht mehr pro Produkt braucht. Beide Wege sind gültig; entscheidend ist, dass Google eine belastbare Versandinformation erhält.

3. Fehlende Verfügbarkeit („availability“)

Ohne das Attribut `availability` weiß Google nicht, ob der Artikel lieferbar ist, und bewirbt im Zweifel nichts. Manche Feeds setzen es hart auf „auf Lager“, was zu Beanstandungen führt, sobald ein Produkt real ausverkauft ist.

Die Lösung: Die Verfügbarkeit aus dem echten Bestand ableiten: `instock`, `outof_stock` (oder `preorder`) dynamisch aus der Lagermenge, nicht als fester Wert. So bleibt der Feed ehrlich und Google vertraut Ihren Anzeigen.

4. Fehlende oder ungültige GTIN

Für viele Markenprodukte erwartet Google eine gültige GTIN (den Strichcode / EAN). Fehlt sie oder ist sie ungültig, sinkt die Sichtbarkeit oder das Produkt wird abgelehnt.

Die Lösung: Die GTIN aus dem echten Barcode des Produkts befüllen. Ein Punkt ist dabei nicht verhandelbar: Erfinden Sie niemals eine GTIN. Eine erfundene Nummer verstößt gegen Googles Richtlinien und kann zur Kontosperrung führen. Hat ein Produkt tatsächlich keine GTIN (z. B. handgemacht), setzt man stattdessen korrekt `identifier_exists = no`; das ist der saubere, richtlinienkonforme Weg.

5. Die EU-Rechtsebene, die ausländische Apps überspringen

Der Grund, warum international gebaute Feed-Apps in Deutschland, Österreich und der Schweiz reihenweise scheitern: Sie kennen die lokale Rechtslage nicht. Google spiegelt diese Anforderungen aber im Merchant Center wider.

  • Grundpreis (PAngV): Für Produkte mit Mengen (ml, g, Stück) verlangt das Preisangaben­gesetz einen Grundpreis; fehlt er, gibt es Beanstandungen und rechtliche Risiken.
  • Elektro-/WEEE-Angaben: Bei elektronischen Artikeln erwarten Kanal und Recht korrekte Kennzeichnungen.
  • Rechtstexte (Impressum, Widerruf, Datenschutz): Fehlen sie oder sind sie nicht sauber verlinkt, stuft Google die Zielseite als nicht vertrauenswürdig ein. Über Anbieter wie den Händlerbund lassen sich diese Texte automatisch in die richtigen Shop-Seiten einspeisen.

Eine Feed-App, die diese Ebene ignoriert, produziert einen technisch „grünen“ Feed, der trotzdem abgelehnt wird. Genau hier trennt sich Handwerk von Automatik.

Fast jede Merchant-Center-Ablehnung ist ein Datenproblem, kein Produktproblem. Wer den Unterschied zwischen Crawl- und Feed-Daten versteht, behebt sie an der Wurzel, statt einen weiteren Feed daneben zu stellen.

So gehen wir vor

  1. Diagnose: Jede Beanstandung im Merchant Center wird ihrem echten Grund zugeordnet: Seiten-Erreichbarkeit, Gewicht, Verfügbarkeit, GTIN, Kategorie/Titel, Recht.
  2. Beheben an der Quelle: Produkte veröffentlichen, Attribute richtig mappen, Verfügbarkeit an den Bestand koppeln, GTINs aus echten Barcodes füllen.
  3. EU-Recht absichern: Grundpreis, Elektro-Kennzeichnung und Rechtstexte prüfen und einspeisen.
  4. Nachkontrolle: erneut prüfen, bis die Ablehnungen auf null stehen.

Feed Doctor: Diagnose und Reparatur an einem Ort

Für genau diese Arbeit haben wir Feed Doctor gebaut, unser Werkzeug, das GMC-Ablehnungen diagnostiziert und viele davon automatisch behebt: Kategorie, Titel, GTIN, Gewicht, Verfügbarkeit und Seiten-Erreichbarkeit. Es arbeitet mit deterministischen Regeln (nachvollziehbar, keine Blackbox) und optional mit KI-Unterstützung für die kniffligen Fälle. Sie können es live testen unter feeddoctor.gbdesign.art.

Ob mit Feed Doctor oder gemeinsam mit uns von Hand: Das Ziel ist immer dasselbe: nicht noch ein Feed, sondern Ihre Ablehnungen auf null und Ihre Produkte zurück in Google Shopping.

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